Was ist eigentlich Ökostrom? Ganz klar unterscheidet sich der grüne Ökostrom vom grauen Strom in der Art der Gewinnung. Wer aus Umweltschutzgründen oder ethischen Bedenken nichts mit der konventionellen Atomenergie oder Kohlekraftwerken zu tun haben möchte, sollte auf jeden Fall zu einem echten Ökostromanbieter wechseln. Hier wird der Strom ausschließlich aus erneuerbaren Energien gewonnen.

Wichtig ist, dass man auf der Suche nach einem Anbieter darauf achtet, dass dieser nicht mit einem der großen herkömmlichen Konzerne verflochten ist. Denn der wesentliche Unterschied zwischen konventionellen Stromversorgern und Ökostromanbietern liegt beim Geldfluss. Mit der Wahl des Stromanbieters, entscheidet man sich also gleichzeitig dafür, ob das eigene Geld weiter in Atom- und Kohlekonzepte fließt, oder für die Investition in erneuerbare Energien genutzt wird.

Wirtschaftlich funktioniert der Stromhandel ja so: Die Stromkunden zahlen an den Stromanbieter. Dieser kauft Strom ein und zahlt Netzgebühren. Manche Stromhändler haben eigene Kraftwerke, aber die meisten bestellen den Strom einige Monate im Voraus an der Strombörse. Auch vermeintlich grüne Anbieter kaufen oft bei den vier großen Unternehmen EON, RWE, Vattenfall und EnBW ein, in deren Hände rund 80% der Produktion liegt.
Anders bei den echten Ökostromanbieter wie EWS Schönau, Greenpeace Energy, Lichtblick oder Naturstrom: Hier wird der Strom direkt bei Öko-Kraftwerksbetreibern gekauft oder selbst produziert. Das Geld landet also an der richtigen Stelle und kann für den Neubau weiterer Anlagen verwendet werden. Mit jeder kWh Ökostrom kommen wir also der Energiewende näher, denn die reinen Ökostromanbieter investieren ausschließlich in Öko-Kraftwerke.

Okay, alles spricht für Ökostrom, aber wie wechseln?

Der Wechsel ist einfacher als man denkt: Man braucht gerade mal fünf Minuten dafür!

1. Ökostromanbieter auswählen
Zu empfehlen sind EWS Schönau, Greenpeace Energy, Lichtblick und Naturstrom, die echten dunkelgrünen Strom anbieten. Oft kann man durch einen Anbieterwechsel auch die Stromkosten senken - In 89% der Fälle ist Ökostrom günstiger als die örtliche Grundversorgung.

2. Stromzählernummer herausfinden und Vertrag ausfüllen
Die Stromzählernummer findet man auf dem Gerät selbst und auch auf der Stromrechnung. Verträge kann man auf den Webseiten der Anbieter als PDF herunterladen oder bequem online ausfüllen.

3. Abschicken - Fertig!
Nach kurzer Zeit erhält man Benachrichtigung vom neuen Anbieter. Dieser kündigt auch beim Alten und erledigt alles weitere. Übrigens: Ökostromkunden sind im Vergleich deutlich zufriedener!

 

Bei Interesse findet man auf www.atomausstieg-selber-machen.de noch viel mehr Informationen und Tipps zum Ökostrom und der Energiewende.