Viele Unternehmen möchten ihre Weihnachtsgrüße möglichst klimafreundlich verschicken. Doch wo lässt sich tatsächlich Einfluss nehmen und wo beginnt eher die Symbolik als die Wirkung? Gerade Sekretär*innen und Assistent*innen stehen vor der Herausforderung, Weihnachtskarten verantwortungsvoll zu organisieren und nachvollziehbare Entscheidungen zu treffen. Dieser Ratgeber hilft dabei, Prioritäten richtig zu setzen und typische Missverständnisse zu vermeiden.

 

Nachhaltigkeit beginnt vor dem Versand

Wer Weihnachtskarten möglichst klimafreundlich versenden möchte, sollte zunächst auf die Auswahl und Herstellung der Karten achten. Denn Papier, Umschläge, Format und Druckverfahren bestimmen den Ressourcenverbrauch einer Weihnachtskarte maßgeblich – oft stärker als der Transport selbst.

Dennoch ist der Versand selbst nicht zu vernachlässigen. Beim Briefversand ist der GoGreen-Service der Deutschen Post bereits im Preis der Briefmarken inbegriffen. Dabei werden die beim Transport entstehenden CO₂e-Emissionen durch Investitionen in international anerkannte Klimaschutzprojekte kompensiert.

Entscheidend ist jedoch das Zusammenspiel beider Aspekte. Eine verantwortungsvolle Material- und Produktionswahl in Kombination mit einem kompensierten Versand sorgt für eine insgesamt stimmige und nachvollziehbare Umweltbilanz.

 

Papier und Umschlag: eine zentrale Entscheidung für die Umweltbilanz

Die Wahl von  Papier und Umschlag hat entscheidenden Einfluss auf die Umweltbilanz einer Weihnachtskarte. Bei der Herstellung von Recyclingpapier werden keine Bäume gefällt. Im Vergleich zur Produktion von Frischfaserpapier werden bis zu 68 Prozent Energie und bis zu 78 Prozent Wasser eingespart. Zudem entstehen bei der ökologischen Papierproduktion deutlich weniger CO₂, Abfall und Emissionen.

Damit der ökologische Vorteil nicht relativiert wird, sollte auch der Umschlag aus Recyclingpapier bestehen. Nur wenn Karte und Umschlag zusammen gedacht werden, ergibt sich ein stimmiges und glaubwürdiges Gesamtbild.

 

Formate und Porto: warum Standard oft nachhaltiger ist

Die Standardformate DIN lang und DIN A6 sind nicht nur praktisch, sondern auch nachhaltiger. Sie lassen sich effizient verarbeiten und benötigen keine Sonderanfertigungen bei den Umschlägen.

Zwar fallen Sonderformate auf, sie verursachen jedoch höhere Produktionskosten und häufig auch ein höheres Porto. Besonders bei größeren Versandmengen summieren sich diese Faktoren schnell. Wer klimafreundlich versenden möchte, ist mit den bewährten Formaten in der Regel besser beraten.

 

Mehr Wirkung durch Wertigkeit statt Masse

Nachhaltigkeit bedeutet nicht, auf Gestaltung oder Qualität zu verzichten. Im Gegenteil: Eine sorgfältig gestaltete Weihnachtskarte wird bewusster wahrgenommen, häufiger aufgestellt und oft über längere Zeit aufbewahrt.

Gerade hochwertige Karten mit besonderem Papier und stimmigem Design entfalten ihre Wirkung weit über den Moment des Versands hinaus. Sie werden nicht als kurzlebige Werbung wahrgenommen, sondern als persönliche Geste der Wertschätzung.

Auch das kann ein Beitrag zur Nachhaltigkeit sein: Wenn eine Karte Bedeutung hat und nicht sofort im Papierkorb landet, entsteht Wertigkeit statt Austauschbarkeit.

 

 



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Klimafreundlicher Versand ist das Ergebnis vieler Entscheidungen

Ein klimaschonender Versand ist nicht das Ergebnis einer einzelnen Maßnahme, sondern basiert auf dem Zusammenspiel vieler kleiner, bewusster Entscheidungen. Wer Materialien sinnvoll auswählt, Formate durchdacht plant und Produktion sowie Versand realistisch einordnet, handelt verantwortungsvoll.

So können geschäftliche Weihnachtskarten nicht nur Freude bereiten, sondern auch die Haltung eines Unternehmens glaubwürdig widerspiegeln.

 

 

 

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