Was ist eigentlich Ökostrom? Ganz klar unterscheidet sich der grüne Ökostrom vom grauen Strom in der Art der Gewinnung. Wer aus Umweltschutzgründen oder ethischen Bedenken nichts mit der konventionellen Atomenergie oder Kohlekraftwerken zu tun haben möchte, sollte auf jeden Fall zu einem echten Ökostromanbieter wechseln. Hier wird der Strom ausschließlich aus erneuerbaren Energien gewonnen.

Im Zuge der Energiewende sind die Angebote für Ökostromtarife wie Pilze aus dem Boden geschossen. Wo es früher nur wenige ausgewählte Anbieter gab, erscheinen auf den verschiedenen Vergleichsportalen nun unzählige Ökostromanbieter. Der von der Natur- und Umweltschutzorganisation ROBIN WOOD erstellte Ökostromreport zeigt jedoch deutlich, wie wichtig es ist, sich gerade in Zeiten eines vermeintlichen Überangebotes aufmerksam mit diesem Thema zu befassen.

 

Wo Öko draufsteht, ist noch lange nicht nur Öko drin

In einer umfassenden Recherche hat ROBIN WOOD insgesamt 1.200 Anbieter von Ökostrom unter die Lupe genommen und kam dabei zu dem ernüchternden Ergebnis, dass lediglich zehn dieser Anbieter als wirklich empfehlenswert beurteilt werden können. Grundlage der Bewertung sind vier von Robin Wood aufgestellte Kriterien, die der Report im Detail beschreibt. Neben der zu 100 % grünen Energiegewinnung aus den erneuerbaren Energiequellen Wind, Wasser und Sonne ist auch der Bezug über direkte Lieferverträge mit Erzeugerkraftwerken von großer Bedeutung für die Bewertung. Hinzu kommen Faktoren wie die Unabhängigkeit von Konzernen, die Atom- oder Kohlekraftwerke betreiben oder mit Strom aus diesen Quellen handeln, die zusätzliche Förderung der Energiewende durch Bezug von Strom aus Neuanlagen und/oder entsprechende Investitionsprogramme sowie der Ausschluss jeglicher Investitionen des Anlageneigentümers oder -betreibers in Kohle- oder Atomkraftwerke.

Kurz: Neben der Art der Energieerzeugung liegt der wesentliche Unterschied zwischen konventionellen Stromversorgern und Ökostromanbietern beim Geldfluss.

 

"Mit der Wahl des Stromanbieters, entscheidet man sich also gleichzeitig dafür, ob das eigene Geld weiter in Atom- und Kohlekonzepte fließt, oder für die Investition in erneuerbare Energien genutzt wird."

 

Wirtschaftlich funktioniert der Stromhandel so: Die Stromkunden zahlen an den Stromanbieter. Dieser kauft Strom ein und zahlt Netzgebühren. Manche Stromhändler haben eigene Kraftwerke, aber die meisten bestellen den Strom einige Monate im Voraus an der Strombörse. Auch vermeintlich grüne Anbieter kaufen oft bei den vier großen Unternehmen EON, RWE, Vattenfall und EnBW ein, in deren Hände rund 80% der Produktion liegt.


Anders bei den echten Ökostromanbieter wie EWS Schönau, Greenpeace Energy, Lichtblick oder Naturstrom: Hier wird der Strom direkt bei Öko-Kraftwerksbetreibern gekauft oder selbst produziert. Das Geld landet also an der richtigen Stelle und kann für den Neubau weiterer Anlagen verwendet werden. Mit jeder kWh Ökostrom kommen wir also der Energiewende näher, denn die reinen Ökostromanbieter investieren ausschließlich in Öko-Kraftwerke.

Für die Bewertung im ROBIN WOOD Ökostromreport 2020 spielte die Investition in relevante Förderprojekte und Initiativen, die die Energiewende vorantreiben, eine große Rolle. Entsprechende Detailberichte zu den zehn empfohlenen Anbietern Bürgerwerke, Elektrizitätswerke Schönau, Green City Power, Greenpeace Energy, grün.power, Mann Strom, NATURSTROM, Ökostrom+, Polarstern und Strom von Föhr können in dem ausführlichen und kostenfrei zugänglichen Report nachgelesen werden.

 

Atomkraft Nein Danke

 

 

Okay, alles spricht für Ökostrom, aber wie wechseln?

Der Wechsel ist tatsächlich einfacher als man denkt: Man braucht gerade mal fünf Minuten dafür!


1. Ökostromanbieter auswählen: Uneingeschränkt zu empfehlen sind nach ROBIN WOOD die zehn unabhängigen, reinen Ökostromanbieter Bürgerwerke, Elektrizitätswerke Schönau, Green City Power, Greenpeace Energy, grün.power, Mann Strom, NATURSTROM, Ökostrom+, Polarstern und Strom von Föhr, die echten grünen Strom anbieten und zudem in die Energiewende investieren. Oft lassen sich durch einen Anbieterwechsel sogar die Stromkosten senken – in vielen Fällen ist Ökostrom günstiger als die örtliche Grundversorgung.

2. Stromzählernummer herausfinden und Wechselauftrag ausfüllen: Der Wechselauftrag kann beim Anbieter der Wahl bequem online auf der entsprechenden Webseite erteilt oder postalisch eingereicht werden (entsprechende Formulare lassen sich in der Regel unkompliziert als PDF herunterladen und ausdrucken). Zusätzlich zu den persönlichen Daten sind der Name des derzeitigen Versorgers, die persönliche Kundennummer beim bisherigen Anbieter, der Jahresverbrauch, die Zählernummer sowie der Zählerstand (erst zum tatsächlichen Wechselzeitpunkt) anzugeben.

3. Abschicken – Fertig! Nach Erhalt des Wechselauftrages kümmert sich der neue Anbieter um alles Weitere – er übernimmt die Kommunikation mit dem bisherigen Versorger, klärt die Vertragsbedingungen und kündigt zum gewünschten beziehungsweise nächstmöglichen Zeitpunkt. Nach kurzer Zeit erhält man eine Bestätigung vom neuen Anbieter mit Angabe des Belieferungsbeginns, der sich direkt an den auslaufenden Vertrag anschließt.

 

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